Historie

Seit über 360 Jahren Hirsch-Apotheke
1659 bis 2020


Geschichte der Aachener Hirsch-Apotheke

Das genaue Gründungsdatum der Hirsch-Apotheke ist leider nicht bekannt, aber es ist sicher, dass es sich bei der Hirsch-Apotheke um die älteste der heutigen Aachener Apotheken handelt. Ihr Gründungsdatum fällt in das dritte Viertel des 17. Jahrhunderts. Der Gründer war Ägidius Heusch, der etwa in der Mitte des 17. Jahrhunderts aus Belgien nach Aachen kam. 1656 heiratete er die Tochter des Aachener Apothekers Abraham Hanff, Anna Elisabeth. Am 16. Dezember 1656 kauften Heusch und seine Frau das Grundstück Markt 36, rechts neben dem Rathaus. Sie bauten ein Haus und behielten den Namen des vorher dort abgebrannten Hauses „Der goldene Adler“ bei.

Im Juli 1659 legte Ägidius Heusch in Aachen sein Apothekerexamen ab. Sein Zeugnis ist datiert vom 20. August 1659. Am 23. August desselben Jahres erhielt er seine Approbationsbestallung von der Stadt Aachen.
Die Eröffnung der Apotheke dürfte kurze Zeit später erfolgt sein.Sicher bezeugt ist die Hirsch-Apotheke seit 1678, da Heusch am 30. September 1682 der Stadt Aachen eine Rechnung einreichte über die Lieferung von Arzneien und Kerzen aus den Jahren 1678 bis 1682.

Ägidius Heusch erwarb später an der Universität Reims am 17.Oktober 1682 den Grad eines Doktors der Medizin.
1683 veröffentlichte er eine Schrift mit dem Titel: „Experientia doctrinalis de aquarum mineralibus Aquisgranensium ingredientibus.“ Damit war der Besitzer der Hirsch-Apotheke einer der ersten, der durch intensive chemische Untersuchungen die Inhaltsstoffe der heilsamen Aachener Mineralwässer zu ergründen versuchte. Heusch wurde am 4. Mai 1685 in Aachen begraben.

Nachfolger wurde noch zu Lebzeiten 1684 sein Schwiegersohn Jakob Dupont.
Nach seinem Tod am 15. März 1716 übernahm dessen Sohn Johann Franz Dupont die Apotheke. Von ihm ging die Apotheke in fremde Hände über.
Kasper Josef Lausberg kaufte die Hirsch-Apotheke am 25. August 1765. Er starb 1790. Seine Witwe führte die Apotheke weiter und beschäftigte damals schon drei Gehilfen.

Am 26. Mai 1795 erhielt ihr Sohn Franz Lausberg seine Zulassung zum Apotheker und leitete die Apotheke bis 1830. Lausberg beschäftigte ständig zwei Gehilfen, ein Zeichen für die gute Entwicklung der Apotheke.
Auch er betätigte sich zusätzlich auf wissenschaftlichem Gebiet. Am 29. Juli 1810 veröffentlichte er seine „Analyse Chimique des eaux thermales sulfurenses d’Aix-la-Chapelle et de Borcette“ in Aachen, Paris, Brüssel und Straßburg. Seine Schrift beginnt mit einer Untersuchung des Wassers der Quelle im Kaiserbad.

Am 4. April 1830 übernahm Ludwig Adolf Riffart, geboren 1797, noch als Apotheker zweiter Klasse die Apotheke. Am 23. Februar 1830 wurde er auf Grund sehr guter Kenntnisse zum Apotheker erster Klasse befördert und durfte damit eine Apotheke in einer großen Stadt führen. Riffart kaufte nicht das Haus, Markt 36, sondern nur die Apothekenkonzession für 1200 Taler. Das Haus hatte er gepachtet. Aus dieser Zeit sind zum ersten Mal auch eindeutige Zeichen für wirtschaftliche Schwierigkeiten bekannt. Die Verlegung der Hasencleverschen Apotheke führte zu erheblichen Umsatzeinbußen für Riffart, so dass er „seine Zahlungen fast einstellen mußte und fast an den Bettelstab gerith; das Defizit seiner Masse betrug an hauptsächlich unbezahlt geblibener Apotheken-Waare nachweislich über 1000 Mark.“

Schon vorher gab es wohl wirtschaftliche Schwierigkeiten. Am 10 September 1838 reichte Riffart ein Gesuch um Verlegung der Apotheke zum Holzgraben 12 an die Stadt ein. Zu dieser Zeit war die Konzentration der Apotheken am Markt sehr stark (Karls-Apotheke, Hirsch-Apotheke, Monheims-Apotheke und Hofapotheke-Nüsse) und zusätzlich verlegte der Apotheker Dr. Sommer seine Löwen-Apotheke vom Büchel in das Haus Markt 38, also genau neben die Hirsch-Apotheke. Nach dem Umzug zum Holzgraben 12 erhielt die Hirsch-Apotheke eine besonders schöne Einrichtung, die im II. Weltkrieg leider zerstört wurde. Riffart leitet die Apotheke bis 1850.
Nachfolger wurde Karl Ristelhüber. Er führte die Apotheke bis zum 1. Januar 1852.

Ab diesem Datum pachtete Dr. Franz Peter Wings die Apotheke. Am 4. Februar 1854 kaufte Wings zusätzlich auch noch das Haus Holzgraben 12. Von Wings sind Umsatzzahlen überliefert. Sein Umsatz betrug nach eigenen Angaben 5600 Taler.
Unter der Leitung von Dr. Wings wird die Apotheke auch erstmals als Hirsch-Apotheke bezeichnet.
Sein Schwiegersohn Carl Neunerdt übernahm die Apotheke noch zu Wings Lebzeiten notariell bestätigt am 18. Oktober 1881.

Nach Neunerdts Tod 1897 übernahm Josef Cohn die Verwaltung der Apotheke.

Ernst Weeber kaufte die Apotheke am 6.April 1901 von Neunerdts Kindern. Er führte diese bis zum Frühjahr 1911.

Heinrich Spelberg erhielt am 2. März 1911 die Konzession für die durch Kauf erworbene Hirsch-Apotheke zum 1. April 1911. Nach dem II. Weltkrieg war Spelberg der erste, der seine Apotheke noch Ende 1944 im zerstörten Aachen, allerdings an einem neuen Standort, Theaterplatz 7, wieder neu einrichtete. Am 19. Juni 1953 zog er in den Neubau Kapuzinergraben 16.
Heinrich Spelberg starb am 16. November 1965 im Alter von 83 Jahren..

Als Besitzer folgte seit dem Jahreswechsel 1953/54 Jochen Schmidt und danach ab Januar 1962 Leonhard Wille.

Ab dem 1. Januar 1974 führt Herr Dr. W. Friedrich die Hirsch-Apotheke, bis 1984 als Pächter und danach als Eigentümer. Seit dem 23.5.2015 befindet sich die Hirsch-Apotheke an Ihrem neuen Standort, Theaterplatz 1.

Nach 46 Jahren erfolgreicher Führung hat Herr Dr. W. Friedrich die Apotheke am 01.01.2020 an die neue Inhaberin Frau M.Nachtwey abgegeben.

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